Verein

Am 8. Juli 2009 wurde Harambee von einer privaten Initiative zu einem eingetragenen Verein. Gleichzeitig wurde auch in Kenia die Organisation „GAPEKA“ als Non-Profit-Organisation registriert. Der Namensunterschied entstand, da der Begriff Harambee ein nationaler Begriff ist und nicht für internationale Organisationen verwendet werden darf. Diese Schritte waren notwendig, um eng mit den örtlichen Behörden, zum Beispielt mit dem Unterrichtsministerium, zusammen arbeiten zu können. Zwischen Harambee und GAPEKA wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Seit dem 24. Oktober 2013 stehen wir beim Finanzamt Österreich auf der Liste der steuerabzugsfähigen Vereine, das heißt, jeder kann ab sofort seine Spende bis 10% des Jahresgewinns steuerlich absetzen.

Mit schon € 30,- pro Jahr können Sie Ihren Fußabdruck der Menschlichkeit bei uns hinterlassen und Mitglied unseres Vereins werden.

Wer sich näher mit unserem Projekt beschäftigt, wird schnell feststellen, dass wir nicht einfach nur ein in Österreich registrierter gemeinnütziger Verein sind, der ein wenig Erste Hilfe in Form von Lebensmitteln leistet oder eine kleine Schule mit ein paar Klassenräumen gebaut hat, um Kindern lesen und schreiben beizubringen, sondern dass wir einen Schritt getan haben, der von kaum einem Verein, der sich in Kenia engagiert, getan wird.

076Zunächst einmal die Kilifi Vonwald School, unsere Schule, die ja der Beginn von allem war. Da ich das Ganze anfangs ja als rein private Initiative begonnen habe, noch nicht wissend, dass daraus mal ein Verein werden würde, habe ich das Grundstück inklusive Grundbucheintrag und Stempel vom Bürgermeister am 1. April 2008 auf meinen Namen gekauft. Vor allem auch deshalb, weil mein ganzes Geld darin steckt. Rechtlich ist es in Kenia so, wer das Grundstück besitzt, dem gehört auch die Schule. Ich bin also der Eigentümer der Schule und dem Staat Kenia gegenüber auch verantwortlich, etwas, was ich keinem Verein übertragen würde, denn es ergeben sich daraus nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Die laufenden Kosten allerdings werden durch die Patengelder finanziert, dazu gehören neben dem erheblichen Posten für das Schulessen auch die Lehrergehälter, Büromaterial, Bücher, medizinische Versorgung, die meisten Schuluniformen).

Anders als andere Verein, haben wir aber nicht einfach nur ein Gebäude, indem die Kinder versorgt werden, sondern wir haben diese Schule staatlich registrieren lassen, sind damit also jeder kenianischen Schule gleich gestellt. Dies bedeutet, unsere Schüler können mit unserem Zeugnis sofort in jede andere Schule und später zur Uni gehen, unsere Examen sind genormt und unsere Ergebnisse kommen in den Gesamttopf der kenianischen Examensresultate und errechnen den Durchschnitt der gesamten Lernleistung. Ich kenne keinen privaten Verein, der dies auch getan hätte, was für die Kinder später erhebliche Nachteile bringen kann. Wir lassen uns regelmäßig kontrollieren und arbeiten sehr eng mit dem Unterrichtsministerium zusammen.

Ebenfalls anders – wir sind nicht nur in Österreich als gemeinnütziger Verein registriert, sondern haben die volle Registrierung als NGO (non government organisation) auch komplett in Kenia erreicht. Da der Begriff Harambee aber nur für staatliche Einrichtungen verwendet werden darf (was ich bei meinem ersten rein privaten Engagement nicht wusste) mussten wir für Kenia einen anderen Namen wählen. In Kenia heißt daher unsere voll registrierte Organisation „GAPEKA, children’s hope“.

Foto 36Über GAPEKA laufen alle Hilfsprojekte, die nicht direkt mit der Schule zu tun haben, unsere Social Living Häuser, Hüttenbau, Wasser, Betten, Ziegen, Moskitonetze, Mikrokredite, Gemeinschaftstoiletten, aber auch Schulgebühren für die Kinder, die nicht unsere Schule besuchen. Verpflichtend dafür war eine Büroadresse, die außerhalb der Schule liegt, daher unser eigenes Büro im Stadtteil Mnarani, dessen Kosten aber von mir ganz privat getragen werden.
Welchen Vorteil hat dies und warum haben wir uns das „angetan“?

Wir wissen, dass viele Vereine nach einer Weile, wenn sie denn wirklich erfolgreich sind, erhebliche Schwierigkeiten bekommen, zumindest dann, wenn die Tätigkeit auch mit Eigentumsverhältnissen und erheblichem Spendenfluss zu tun hat. Denn im Grunde genommen könnte der kenianische Staat hier völlig zu Recht Steuern einheben  (ab einem Jahresspendenaufkommen von 10.000,- Euro und darüber ist man gesetzlich dazu verpflichtet, und da nützt einem die Gemeinnützigkeit in Österreich oder Deutschland gar nichts) und genau genommen auch enteignen. Nicht so bei einer registrierten NGO. Wir müssen zwar auch einmal im Jahr unsere Buchhaltung vorlegen, sind aber offiziell Steuer befreit und man kann uns auch von staatlicher Seite nichts wegnehmen. Selbst bei einer Auflösung der Organisation würde der gesamte Besitz an eine andere gemeinnützige Organisation fließen, die wir bestimmen könnten, und würde nicht automatisch in die Hände des Staates fallen oder noch schlimmer, an eine Einzelperson übergehen. Selbst bei der Einfuhr von Waren müssen wir keine Zölle zahlen.

DSC_0266Nur, meistens wird einem dieser NGO-Status gar nicht bewilligt, wir haben es geschafft, und darauf sind wir sehr stolz.
Warum ich das alles schreibe? Weil es unzählige Initiativen in Kenia gibt, die helfen wollen, dabei aber sehr oft einfach nur Ersthilfe leisten. Ich habe in den letzten Jahren viele kommen und gehen sehen, habe auch bei vielen erlebt, wie große Summen aufgewendet werden mussten, um irgendwelche Rechtsstreitigkeiten zu überleben.
Mir ging es immer auch um Nachhaltigkeit, um die Zusammenarbeit mit den Behörden, um Einhaltung des kenianischen Rechtes. Deshalb habe ich nicht den einfachen Weg gewählt, deshalb unterrichte ich nicht einfach nur ein paar Kinder unter einer Palme oder liefere Lebensmittel zu den Familien. Die gesamte Struktur ist so durchdacht, dass sie zukunftsweisend ist und von jedem weiter geführt werden kann, ohne dass wir Angst haben müssen, irgendwann unsere Zelte abbrechen zu müssen. Mir geht es nicht um den Augenblick des Helfens, sondern um eine nachhaltige Verbesserung gemeinsam mit den kenianischen Behörden und den Menschen vor Ort. GAPEKA beispielsweise besteht nur aus kenianischen Bürgern, die das Projekt sehr engagiert betreiben. Ich selbst bin nur die Person im Hintergrund.

Nachfolgenden finden Sie die Statuten, die Rechenschaftsberichte, sowie das Online-Antragsformular.

Vielen Dank dass Sie uns unterstützen!

Registrierung_GAPEKA