In den letzten Tagen des Jahres möchten wir Euch noch einmal mitnehmen auf die Reise durch das letzte Jahr, in dem unglaublich viel passiert ist. Habt Ihr Lust auf den Jahresrückblick, geschrieben von Gabriela Vonwald?

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu, immer noch beherrscht Corona scheinbar alle Schlagzeilen, natürlich ist Klimawandel ein Thema und es gibt so viele Herausforderungen für jede*n Einzelne*n von uns, aber auch für uns als Gemeinschaft der Gattung Mensch. Da vergisst man manchmal all das Schöne, das eben auch in ein Jahr hineinpasst. Es wurde nicht nur gestorben, es kamen Babys zur Welt. Es gab nicht nur Isolation und Angst, sondern auch Gemeinschaft und Freude. Es haben sich nicht nur Türen geschlossen, sondern auch welche geöffnet, nur macht das Öffnen weniger Lärm als das Schließen.

Für Harambee war es ein unglaublich gutes Jahr, wir konnten so viel bewegen und so viel in die Zukunft planen. Nette neue Menschen und große Spender sind dazu gekommen, auch wir haben das Thema Klimawandel hautnah zu spüren bekommen, aber wir konnten auch Hilfe anbieten.

Überall gibt es jetzt die Jahresrückblicke, wo man sich oft denkt, was, das war erst in diesem Jahr? Ach ja, das auch. Daher haben wir uns gedacht, gerade weil man so schnell vergisst, machen wir das doch auch mal.

Wir starten mal einfach mit ein paar Fakten:

Aktuell betreuen wir 904 Kinder im Projekt, davon besuchen 61% unsere Schule, 31% besuchen eine andere Schule und 8% machen derzeit eine Ausbildung. Die von uns betreuten Kinder und jungen Menschen sind zwischen 3 und 28 Jahre alt, 54% sind Mädchen und 46% Buben. Wir haben im Jahr 2021 141 Kinder neu in unser Projekt aufgenommen und für diese Kinder Paten gesucht, aktuell suchen noch 18 Kinder Paten. Unsere Kinder werden von insgesamt 795 Paten unterstützt, davon 67% aus Österreich und 27% aus Deutschland.

Hinter all diesen Fakten stehen natürlich Menschen und Schicksale, die wir Euch in den nächsten Posts vorstellen.

Wir wünschen heute allen Freunden, Paten, Sponsoren, Helfern oder einfach nur interessierten Mitlesern Frohe Weihnachten und Danke dafür, dass ihr alle Helfen möglich macht. Und damit nicht nur Weihnachten ein Licht anzündet.

Für einige unserer Kinder war heute schon fast Weihnachten – dank ganz vieler Spenden für Betten und Matratzen!

Kein Kind soll auf dem Boden schlafen müssen, im Dreck oder auf einer uralten, zerfallenen und schmutzigen Matratze. Jedes Kind sollte geschützt und geborgen schlafen dürfen – in einem Bett, auf einer ordentlichen Matratze, mit einem Kissen und in Kenia einem Moskitonetz, um vor Malaria geschützt zu sein.

Danke an alle Spender*innen, die uns immer wieder helfen, dies zu ermöglichen.

Wir stehen jetzt auch ganz offiziell auf der Webseite der Van Kesteren Foundation.

Wir sind der Van Kesteren Foundation zu großem Dank verpflichtet – sie hat uns dieses Jahr den Bau des Bubenschlafsaals ermöglicht, eine Solaranlage für unsere Schule finanziert und noch an vielen anderen Stellen Unterstützung für unser Projekt geleistet.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

vankesteren-foundation.org/africa-kenya

Auch kurz vor Weihnachten verteilen wir weiter Lebensmittel an die Allerärmsten. Heute an drei verschiedenen Stellen wurden wieder Mais und Bohnen ausgegeben für alte Menschen, Familien und Menschen mit Beeinträchtigungen.

Danke an alle, die uns weiterhin mit Spenden für Lebensmittel unterstützen!

Nach der Rückschau kommt die Vorschau – wir haben uns natürlich auch Gedanken gemacht, wie es im Jahr 2022 weiter gehen darf. Hier findet Ihr unsere Pläne und Visionen für nächstes Jahr – über Eure Unterstützung und Hilfe bei der Umsetzung freuen wir uns sehr!

Pläne Harambee_Gapeka 2022

 

Im Dezember ist Zeit für einen Jahresrückblick auf das Jahr 2021. Es ist enorm viel passiert in diesem Jahr, es war ein für Harambee sehr erfolgreiches Jahr. Wir danken auf diesem Wege allen Spendern, Paten, Unterstützern und Freunden! Ohne Euch wäre das alles nicht möglich!

Und jetzt wünschen wir viel Spaß beim Lesen!

*Jahresrückblick Harambee 2021 hier herunterladen*

Sucht Ihr noch Ideen für Weihnachtsgeschenke? Wie wäre es mit einer Spende an Harambee?
Natürlich bekommt Ihr dafür auch gerne eine personalisierte Spendenurkunde!

Wenn Ihr für einen bestimmten Zweck spendet (mehr zu guten Spendenzwecken unter harambee.at/spendenshop), gibt es natürlich auch ein passendes Foto auf der Urkunde.

Wie es geht? Ihr spendet (Konto oder Paypal unter harambee.at/spenden und schickt uns gleichzeitig eine Email an office@harambee.at mit einer Information wie viel und wofür Ihr gespendet habt und auf wen die Spendenurkunde ausgefüllt werden soll. Ihr erhaltet dann per Email eine PDF-Spendenurkunde.

Alle Spenden, die bis zum 23. Dezember 2020 eingehen (in letzter Minute am besten Paypal nutzen), bekommen spätestens am 24. Dezember morgens die Spendenurkunde.

Als Mama und Gründerin des Vereins möchte ich gern mal ein wenig Statistik mit persönlichen Erinnerungen verbinden.

Seit meiner Volljährigkeit und vom ersten selbst verdienten Geld unterhalte ich Patenschaften in Dritte-Welt-Länder (schwierig von einer Lehrlingsentschädigung oder als Studentin, aber möglich). Also seit 45 Jahren.

Und ich hab viele Organisationen durch. Nichts gegen die Großen, aber ich bin nach einer Weile überall geflüchtet. Man bekommt einen Brief des eigenen Patenkindes, dass es durchs Dach regnet, man möchte ein neues Dach sponsern, geht nicht, alles in einen Topf. Man möchte eine Puppe spenden, ein neues Bett, ein Moskitonetz. Für eben dieses Kind vom Foto? Keine Chance.

Wir werben damit bei Harambee, dass wir transparent sind, persönlich, familiär. Und das sind wir, dazu mal ein wenig Blick hinter den Vorhang.

Neben dem reinen Patenbeitrag können unsere Paten auch persönliche Kinderwünsche erfüllen. Jeden Monat senden wir so im Schnitt 40mal kleines Extrageld nach Kenia, 2021 schon 386 mal. Das heißt, Konto genau anschauen (auch paypal), eine Liste erstellen, Liste mit Namen des Kindes nach Kenia, unsere Mitarbeiter vor Ort kümmern sich, geben Rückmeldung, immer mit einem Foto, Rückmeldung an den/die Pat*in.

Daneben machen wir Familienbesuche vor Ort, erfahren dringend notwendige Anschaffungen. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin hier in Europa erstellt wieder eine Liste, wir fragen Paten, ob sie den Wunsch erfüllen mögen, arbeiten die Liste ab, falls nicht möglich, fragen wir in die Runde, möchte jemand ein Paar Schuhe kaufen, ein Bett, ein Dach reparieren.

Und wieder gibt es dann Rückmeldung, was genau ist mit den 10 Euro geschehen, die du letzten Monat gespendet hast.

Und bei all dem sind wir schnell. Zwischen Bedarfsermittlung und Rückmeldung an den Sponsor vergehen manchmal nur Tage, manchmal zwei bis vier Wochen, je nach Aufwand. Und das alles für inzwischen über 900 Kinder!

Auch das verstehe ich persönlich unter Transparenz.

Gabriela Vonwald

Zwischenbericht zu unserer Maisverteilung:

Was man derzeit überall in den Zeitungen liest, ist Realität. Der Klimawandel hat Ostafrika besonders hart getroffen. Die kleine Regenzeit ist ausgeblieben, der nächste Regen wird erst Mai 2022 erwartet.

Von den 47 Counties in Kenia wurden 13 zum Katastrophengebiet erklärt, also auch offiziell. Kilifi , wo wir unsere Organisation haben, gehört dazu (wenn auch nicht alle Regionen gleichermaßen).

Bisher haben wir 688 Familien mit Essenspaketen versorgt, davon 150 Familien, die direkt in unserem Projekt sind (alle, also auch diejenigen, die nicht in unsere Schule gehen), 55 Familien mit behinderten Familienmitgliedern beziehungsweise sehr alte Menschen, 331 Familien in der Gegend Mwahera, 152 in den Gegenden Vyambani, Ngamani und Chivara.

Zur Erinnerung – jede Familie bekommt 24 kg Maismehl und 5 kg Bohnen als Soforthilfe.

Danke an alle Spender. Wir machen weiter.