Ihr möchtet gerne mehr über Harambee erfahren? Bevor Ihr eine Patenschaft für ein Kind in Afrika übernehmt oder spendet, habt Ihr noch Fragen?

Wir laden Euch ganz herzlich zu einem Info-Treffen auf Zoom ein! Wir erzählen über Harambee und unsere Arbeit und beantworten Eure Fragen.

Wann?
Mittwoch, 13. Juni 2022 um 19 Uhr
Wo? Online auf Zoom
Wie? Anmeldung bitte mit einer Email an office@harambee.at

Die Veranstaltung ist offen für alle – Paten, Spender, Interessierte. Gerne dürft Ihr Freunde, Familie, Bekannte und Kollegen einladen!

Anmeldung bitte mit einer Email an office@harambee.at – per Email bekommt Ihr dann kurz vor dem Treffen die Zugangsdaten.

Wir freuen uns auf Euch!
Gabriela Vonwald, Gründerin und Obfrau
Cordula Becker, Geschäftsführerin und Kassier

Heute hab ich einfach mal glückliche Kinder für euch.
Ein schöner Wochenbeginn, oder?
Ich wünsche euch allen ebenfalls heute viele Gelegenheiten, so zu lachen.
Gesund und froh bleiben,
Gabriela Vonwald

Mein Betty-Kind!

Betty ist wohl das einzige meiner vielen persönlich gesponserten Mädchen, das ich nicht selbst ausgewählt habe. Ich wurde gewählt. Und bis heute bin ich mir nicht sicher, was damals eigentlich so genau passiert ist.

Ich habe 2009 bei meinen Familienbesuchen aus den Augenwinkeln eine Szene mitbekommen. Ein kleines Mädchen undefinierbaren Alters (heute weiß ich, sie war 5), hatte gerade einem doppelt so großen Buben gegen das Schienbein getreten und in die Hand gebissen. Eine Frau, offenbar die Mutter des Mädchens, schimpfte, großes Gezeter. Das Mädchen selbst – Haare, die vom Kopf abstanden, schmutzig, zerrissene Kleider, stand vollkommen ungerührt in der Mitte des ganzen Chaos.
Und dann trafen sich unsere Blicke, die Kleine setzte sich in meine Richtung in Bewegung und als sie vor mir stand, umarmte sie mich. Und zwar auf eine Art und Weise, als wollte sie sagen: „Da bist du ja endlich.“

Ich wollte diese rebellische Göre in meiner Schule, die gerade zu dem Zeitpunkt knapp ein Jahr bestand. Die Mutter kam und erklärte mir in recht gutem Englisch, dieses Kind sei unerziehbar, ob ich wüsste, was ich mir damit antun würde. Wusste ich nicht, war mir egal, ich wollte Betty.
Aber ja – Ärger gab es anfangs viel. Betty ließ sich nicht frisieren, also diese schön geflochtenen Zöpfchen – no way. Also wurde sie rasiert. Waschen, ebenfalls nicht einfach. Schuluniform, nach mehreren Versuchen. Nelly war meine Verbündete. Wir wussten beide, es wird nicht einfach, aber wir bekommen das hin.

„Betty, sit please“ – Betty stand auf. Betty machte, was sie wollte, aber – sie war unglaublich flott im Lernen. Und – immer wenn ich kam, war sie offen. Allem zugänglich, was ich ihr erklärte.
Damals wohnte ich noch im Hotel. Wenn Betty erfuhr, ich bin da, riss sie von zuhause aus, kletterte über den Zaun, spielte mit dem Security Katze und Maus und schlüpfte in mein Hotelzimmer.
Leider hatte die Mutter zwei Jahre später einen neuen Freund und übersiedelte 30km weg von unserer Schule, Betty musste mit. Aber – ich übernahm weiterhin das Schulgeld, auch in der neuen Schule. Und Betty übersprang zweimal eine Klasse.

Ich wohnte dann schon in meiner Wohnung, das gleiche Spiel. Betty erfuhr, ich bin da, sie riss zuhause aus, nahm sich ein Motorrad-Taxi und fuhr zu mir, einmal mit einem lebenden Huhn als Geschenk. Also machten wir einen Deal. Immer wenn ich da bin, hole ich sie für zwei oder drei Tage zu mir, sie kann bei mir schlafen, wir unternehmen was zusammen, dafür reißt sie nicht mehr aus.
Betty war inzwischen nicht mehr nach außen rebellisch, aber sie wusste immer, was sie wollte. Ließ sich nicht herum schubsen, konzentrierte sich auf ihre Pläne und aufs Lernen.

Ich nahm sie mit nach Zanzibar und in Buchshops, sie bekam Schwimmunterricht und wir sahen uns gemeinsam Youtube Videos an über das Planetensystem. Ich erklärte ihr Google, Wikipedia und die Welt des Lesens. Und Betty dankte es mit einem fast unstillbaren Hunger auf neues Wissen.
Und ich gab ihr das Buch von Ben Carson, das, wie sie sagt, ihr Denken veränderte. Inzwischen hat sie alle von ihm gelesen, seither steht fest, sie wird Neurochirurgie studieren.

Das ist Betty. Die Welt wird noch von ihr hören, da bin ich sicher. Für mich ist sie einfach ein kleines Wunder.

Und warum ich das hier erzähle?
Weil wir nicht anonym helfen nach dem Gießkannenprinzip. Weil jeder Pate, jede Patin, solch einer „Betty“ helfen kann.

Bitte übernehmt Patenschaften. Es warten ganz viele Bettys und ihre Brüder.
Gabriela Vonwald

Heute war Gabi Vonwald mit unserem Team und Prof. Gabriel Katana unterwegs, um Lebensmittel an bedürftige Familien mit HIV-infizierten Kindern zu verteilen. Es waren nur kleine Verteilungen, die aber umso wichtiger waren, denn die HIV-Medikamente, die die Kinder bekommen, wirken nur, wenn die kleinen Patienten ausreichend zu essen bekommen.

Mehr als nur eine Schule. Hier zum Beispiel liefern wir Rollstühle aus.

Margit von Alte Künste – Ancient Arts hat auch dieses Jahr wieder eine wunderschöne Charity-Färbung zugunsten von Harambee entwickelt. Die handgefärbte Wolle eignet sich für alle Handarbeiten. Der Erlös fließt wie auch schon letztes Jahr in Monatshygiene für Mädchen. Vielen herzlichen Dank!

Alte Künste – Ancient Arts

Die Charity Färbung für 2022 ist da: Maisha Ni Sasa – suaheli für „Das Leben ist jetzt!⁠
Von jedem Strang der Charity Färbung 2022: Maisha Ni Sasa gehen 5-7€ (abh. vom Basisgarn) an @harambee_at, um den Mädchen an der Kilifi Vonwaldschule die Monatshygiene zu bezahlen.⁠

Wir bleiben unserem Projekt aus 2021 treu, denn:
kein Zugriff auf Monatshygiene ist leider ein Grund für viele Teenagerschwangerschaften in den armen Gegenden Kenias. Häufig wird den Mädchen eine Packung Binden gegen ungeschützten Sex angeboten. Und weil sie die Binden nicht selbst bezahlen können, bleibt ihnen oft nichts anderes übrig, als darauf einzugehen.⁠
Hier setzt @harambee_at an, indem alle Menstruierenden mit Seife, Unterwäsche, Handtücher & Binden versorgt werden.

Menstassen oder waschbare Binden sind keine Option. Die hygienischen Bedingungen, unter denen die Familien leben sind oft katastrophal. ⁠

@Harambee_at geht aber noch einen Schritt weiter und macht Bildungsprojekte mit allen Jugendlichen zu den Themen Verhütung und Gesundheitsschutz.⁠⁠
Erfahre mehr auf meinem Blog: folge dem Link in meiner Bio!

Wer mag, findet hier den Bericht zu meiner Reise nach Kilifi im Februar. Herzlich, Cordula Becker

Reisebericht-Cordula Februar 2022

Der Aufenthalt vor Ort ist immer eine ganz besondere Zeit. Auch wenn wir natürlich im täglichen Austausch mit dem Team in Kenia stehen, lassen sich vor Ort viele Dinge noch einmal anders besprechen. Die gemeinsame Zeit mit den Kenianern schweißt zusammen, viele Projekte schreiten in dieser Zeit noch einmal ein extra Stück voran. Man ist mittendrin, sieht, hört und erlebt das Leben der Menschen in Kenia und bekommt Einblicke, die sich vom Schreibtisch in Österreich oder Deutschland aus einfach nicht ergeben. Genau aus diesem Grund versuchen Gabriela Vonwald und ich möglichst oft vor Ort zu sein und ich freue mich, dass sich im Februar relativ spontan für mich eine Gelegenheit ergeben hat, wieder nach Kilifi zu reisen.

Mein Reisebericht ist eine Art Tagebuch, das ich während meiner Zeit vor Ort für die Pat*innen und auch mich selbst schreibe, er geht weit über eine sachliche Beschreibung hinaus, ist auch ein sehr persönlicher Text. Ich würde mich freuen, wenn Ihr Lust habt, mir auf dieser Reise zu folgen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Die ersten vier Rollstühle sind in Arbeit. Wir stoßen für 4 Menschen damit das Tor auf zu einem neuen Leben. Immer noch schwierig genug, aber man kann das gar nicht ermessen, was das bedeutet.

Viele Organisationen fördern ja heute vor allem und bevorzugt Mädchen. Ich bin zwar persönlich die typische Mädchenmama, aber was ich davon halte, hab ich schon oft geschrieben.

Buben auf dem Weg zu vergessen, erzeugt später eine Menge von Problemen, denn aus nicht ausgebildeten Buben werden später nicht ausgebildete Männer, die sehr oft abrutschen, gewalttätig werden, joblos und ohne Perspektive.

Außerdem, Mädchen einfach nur vermehrt zur Schule zu schicken, ist ja nur die halbe Sache und nicht zu Ende gedacht. Sie können dann schreiben und lesen – und weiter?

Was wir aber tun – wir begleiten unsere Mädchen auch später an Uni und College, und hier setzt echte Förderung an.

Diese neue Generation junger Frauen, vor allem kommen sie ja alle aus dörflichen analphabetischen Familien, hat einfach keine echten Vorbilder und können auch niemanden fragen. Mütter haben es in Kenia nicht so mit Vorbildfunktion und kuscheln und schmusen tun sie mit ihren Töchtern selten, auch in ganz jungen Jahren nicht. Mädchen bekommen immer nur mit – brav sein, gehorsam, keine bösen Dinge tun und auch dann ja sagen, wenn sie eigentlich nein meinen.

Und jetzt hat es all diese Mädeln nach der behüteten Schule über ganz Kenia verstreut und sie müssen allein ihren Weg finden. Daher begleiten wir sie persönlich dabei. Und das mit viel Gelächter und Spaß dazu. Wir bilden schon an Uni und College Netzwerke, auf die sie dann auch später zurück greifen können.

Damit sie später ihren Töchtern Vorbild und Ansprechperson sein können.

Wir wünschen Euch ein gutes neues Jahr 2022!

Wir freuen uns, mit Euch gemeinsam auch in diesem Jahr die Welt ein kleines bisschen besser zu machen!