ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen

Überall braucht es qualifizierte ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen. Nicht wenige unserer 7.-Klässler möchten gerne einen medizinischen Beruf lernen. Mit dem Besuch unserer Schule und der Unterstützung durch ihre Paten haben diese Kinder die Möglichkeit, auf dieses Ziel hinzuarbeiten.

Viele dieser Kinder suchen noch Paten, ich stelle Euch stellvertretend einmal vier dieser jungen Menschen hier vor. Alle haben bereits einen Paten, benötigen aber eine weitere Patenschaft über 25 Euro im Monat, um weiter zur Schule gehen zu können.

Weitere Coronabemühungen

Was ist die aktuelle Situation für unsere Kinder und Familien in Kenia?

Am 5. Juni sollen die Schulen wieder öffnen.

Wir haben vor einigen Tagen erneut Lebensmittel an 80 Familien verteilt. Damit haben wir jetzt über 400 Familien jeweils ein Nahrungsmittelpaket im Wert von 50 Euro aushändigen können, mit dem eine durchschnittliche Familie etwa 3 Wochen auskommt.

Wir sind nicht nur unter allen Organisationen sondern auch unter allen Arbeitgebern allüberall in Kilifi County die einzigen, die niemanden entlassen haben. Alle unsere 64 Mitarbeiter bekommen ihr Gehalt weiter.

Weiterhin läuft unser Radio-Unterricht. Die Kids sind begeistert und mehr noch – auch Kinder aus anderen Schulen haben sich einen Radioempfänger geholt und hören jetzt unseren Schulsender. Es freut uns sehr, dass unsere Hilfe so auch andere Kinder und Jugendliche erreicht.

Und ab sofort gibt es für die Fächer, die man schlecht per Radio unterrichten konnte, direkten Unterricht in Gabriela Vonwalds privater Wohnung in Kilifi, immer 5 Kinder gleichzeitig (siehe Foto). Unterricht in Kleingruppen an privaten Orten ist erlaubt. So können wir unsere großen Schüler, die ja alle kurz vor dem Abschluss stehen, weiter auf die Prüfungen vorbereiten.

All dies ist nur möglich durch Eure Spenden! Ein ganz herzliches Dankeschön dafür!

*Cordula/Team Harambee

Mädchen ohne Schutz

Derzeit stehen wir wieder vor einer großen Herausforderung. Es betrifft unsere größeren Mädchen, also diejenigen, die schon in die Highschool gehen.

Corona hat es deutlich gezeigt – der beste Schutz vor so ziemlich allem ist unsere Schule. Die jetzt wie alle Schulen des Landes geschlossen bleiben muss.
Aber, auch wenn wir wieder öffnen, wir brauchen gerade für die Mädchen eine Möglichkeit, noch mehr von ihnen auch in der Schule schlafen lassen zu können.

In Kenia wird es um 18 Uhr finster. Das ganze Jahr über. Viele der Mädchen haben einen weiten Schulweg. Vergewaltigungen sind nicht selten.

Aber auch Zuhause wartet nicht das Paradies. Sexuelle Übergriffe von Vätern, Brüdern, Nachbarn, Mütter, die sich mit der Erzeugung von Palmwein dazu verdienen und so das richtige Klientel praktisch einladen. Viele Mädchen prostituieren sich für ein paar Damenbinden. Gewalt und Ausnutzen der Arbeitskraft sowieso.

Wir haben Mädchen bei uns, die um 5 Uhr früh aufstehen, viele Kilometer laufen, um Wasser für die Familie zu holen, Hütte fegen, Frühstück bereiten, Geschwister anziehen, dann erst zur Schule. Und wir wundern uns dann, dass sie dort einschlafen bzw. dass schon nach kurzer Zeit unsere Buben sie im Lernen überholen?

Ist das fair?

Nein. Daher haben wir noch ein kleines Nachbargrundstück zur Schule gekauft und wollen dort einen zweiten Schlafsaal bauen mit Platz für 60 Mädchen. Mit Waschraum, Toiletten und einem Raum, wo die Kinder ihre Sachen unterbringen können. Damit die Mädchen geschützt und ungestört lernen und der Welt zeigen können, dass sie das genauso gut hinbekommen, wie die Jungs. Mit einer ständigen Vertrauensperson direkt im Haus und einem Security am Tor.

Wir haben bereits den Bauplan dazu, die Kosten belaufen sich auf 32.000 Euro in sehr solider Bauweise und so wie bei allen unseren Gebäuden – Qualität und was fürs Auge.

Wir haben schon bei vielen Stiftungen angefragt, aber die Zeiten sind schwierig. Derzeit konzentrieren sich alle aufs Inland. Verstehe ich, aber gleichzeitig erkennen wir doch täglich, dass Hilfe in den jeweiligen Ländern erfolgen muss. Nachhaltig und so, dass die Menschen im Land eine Perspektive sehen und nicht nur nach Europa wollen. Dies geht nur über eine Schulbildung, die über Schreiben und Lesen lernen hinaus geht.

Unsere Bitte daher neben direkter Hilfe jedes Einzelnen – wer kennt Stiftungen, Vereine, Künstler vielleicht. Wer kann Veranstaltungen für uns organisieren, damit wir dieses Geld zusammen bekommen?

Damit Mädchen gleiche Chancen haben.

Pole Pole – Stricken für Harambee

Ein ganz tolles Projekt zugunsten von Harambee. Wer schöne Wolle mag, kann einmal bei Alte Künste – Ancient Arts vorbeischauen. Hier könnt Ihr speziell für Harambee mit Pflanzenfarben gefärbte Wolle kaufen und damit Harambee unterstützen. Die Spenden fließen in Krankenversicherungen für unsere Kinder. Ein großer Dank an Margit von Alte Künste!

Hier noch genauere Informationen:

“Pole Pole” ist Suaheli und bedeutet auf deutsch: Immer mit der Ruhe. Das hat mir besonders gut als Name für die aktuelle Charity Färbung 2020 zugunsten von Harmabee.at gefallen.

Für mich drückt dieser Spruch ganz viel Hoffnung und Zuversicht aus – egal wie schlimm gerade alles scheinen mag. Erstmal tief durchatmen und Ruhe bewahren. Das öffnet den Blickwinkel für neue Wege und Möglichkeiten.

Und genau das soll die Charity Färbung zugunsten von Harambee bewirken: Neue Wege und Möglichkeiten für die Schüler und Schülerinnen der Kifili Vonwald School in Kenia mit einer Krankenversicherung!

In Kenia ist eine Krankenversicherung wie wir sie kennen absolut unüblich. Als Folge davon werden Familien in Kenia durch Krankheit, Unfälle oder Mißgeschicke oft in den Ruin getrieben. Wir wissen doch selbst, wie schnell man mal zum Arzt muß – gerade mit Kindern.

Alle Details: https://www.altekuenste.eu/…/pole-pole-suaheli-fuer-immer-…/

Abschied eines Nachbarn

Der Mann, der mir vor 12 Jahren das Grundstück für unsere Schule verkauft hat, unser Nachbar und Freund, Mr. Thomas Kazungu Dzembe ist verstorben. Nach einem langen entbehrungsreichen aber aber auch erfüllenden Leben starb er mit 105 Jahren heute im Kreis seiner Familie.

Wer ihn live erleben möchte:
https://www.youtube.com/watch

Unterricht per Radio

Heute geht es los mit dem Unterricht per Radio. Wir haben die ersten Radios gekauft und an die großen Schüler und Schülerinnen ausgegeben, heute starten die ersten Lektionen, insgesamt 4 Stunden pro Woche.

Die Radios kosten 9 Euro und das Schöne, man kann auch einen USB-Stick anbringen. Der Radiosender nimmt uns die Lektionen zusätzlich auf, die Kids bekommen es auf Stick, können es also öfter anhören und wiederholen.

Wir möchten nicht nur unsere Kinder damit ausstatten, sondern auch die großen Schüler der benachbarten Hope Integrated School.

*Fotos von unserer Volontärin Elli*

Fernunterricht während Corona

Von Gabriela Vonwald:

Kleiner Bericht aus Kenia, einem Land, wo es so unglaubliche Unterscheide macht, ob jemand reich oder arm geboren wurde.

Die Regierung hat klar gemacht, Prüfungen werden wegen Corona nicht verschoben und auch nicht irgendwie leichter sein.

Reiche Schulen mieten jetzt private TV-Sender und unterrichten per TV. Aber einen TV-Anschluss haben nur wenige reiche Familien.

Auch Zoom wird verwendet, aber da ist das gleiche Problem. Wer hat schon einen Internetanschluss in der Hütte und Tablets oder Computer. Nämlich Zuhause.

Etwas weniger reiche aber nicht arm machen es über Whatsapp-Gruppen, dafür brauchen die Kinder Smartphones, also auch keine echte Alternative für alle.

Wir haben jetzt aber zumindest eine kleine Idee. Tsama und die Lehrer mieten stundenweise einen Radiosender in Kilifi. Nicht billig, aber billiger als TV oder andere Alternativen. So kleine Radioempfänger sind billig, nur 9 Euro. Und für eine Woche zahlen wir dem Sender 300 Euro. Und senden sozusagen jede Woche für Form 4 und Class 8 wenigstens die Basics und Lernaufgaben.

Wir sind an tablets dran, aber alle Geschäfte in Kenia sind geschlossen, wir dürfen nicht nach Mombasa fahren, versuchen jetzt über Nairobi zu bestellen.

Ich würde dafür gern alle freien Spenden der nächsten Wochen verwenden, solange die Krise dauert. Schön wäre, wenn Menschen die uns hier unterstützen wollen, gleich mit dem Verwendungszweck „Coronahilfe“ spenden und wir setzen es dort ein wo es gerade am dringendsten gebraucht wird (Essen, Tablets, Radiounterricht…).

Vielen Dank!

Weitere Essenspakete

Heute haben weitere 172 Familien ein Essenspaket erhalten. Durch die sehr gute Organisation ging alles schnell voran.

Zwei Krankenschwestern haben die Eltern vor der Schule über die Hygienebestimmungen aufgeklärt und das Essen mit dem Team kontrolliert. Es wurden Hände gewaschen, Schutzmasken verteilt, Distanz eingehalten und die Temperatur am Eingang gemessen.

Auch das Fernsehen war da und es wurden Interviews abgehalten. Danke für all Eure Spenden, die dies möglich gemacht haben. Natürlich sammeln wir weiter, denn wir wissen nicht, wie lange diese Krise noch anhält!

*Fotos von unserer Volontärin Elli*

Essensausgabe

Morgen wird an weitere 200 Familien Essen ausgegeben.

Die Regierung versucht es jetzt übrigens auch, 4 Kilo Maismehl pro Familie einmalig. Mehr nicht. Nur zum Vergleich, bei uns gibt es 24 Kilo pro Familie, dazu Bohnen, Zucker, Öl, Tee.

Danke an euch alle. Ihr seid großartig.

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