Ökologisches Bewusstsein

Unsere Schule arbeitet übrigens inzwischen komplett mit Solarstrom.
Und wir haben angefangen, Nutzwasser zu recyceln, Müll zu trennen und Plastik so weit es geht zu verbannen.
Und in Kürze werden wir 200 neue Bäume pflanzen.

Noch ein weiter Weg, aber das Bewusstsein dafür wächst.

Mentoring Programm

Gestern hat ein erstes Online Coaching unserer Secondary Kinder im Rahmen eines Mentoring Programm stattgefunden. Die Schule arbeitet dafür mit einer weiteren kenianischen NGO, die Bildungsprogramme für junge Menschen in verschiedenen Bereichen anbietet – Gesundheit, Umweltschutz, Gemeinwesen.

Derzeit finden die Seminare online statt und neben den Schülern haben auch einige Mitarbeiter teilgenommen. Es war wohl sehr gut und lehrreich und am Ende gab es Erfrischungen für alle. Die Reihe wird zukünftig fortgesetzt und unsere Schüler werden sich dann auch selbst einbringen und als Mentoren engagieren.

Schulessen ist das Größte

Mit dem Schulbeginn für alle eng verknüpft – endlich mal satt essen. Man sieht einigen Kindern an, dass es sie überwältigt.

Dazu noch ein Bericht von Cordula vom 19. Juli 2021:

Essen in der Schule ist das Größte für unsere Kinder und ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Arbeit vor Ort. Zu Hause bekommen die Kinder oft nur eine Mahlzeit am Tag und oft nur Maisbrei, sima oder ugali genannt. Bei uns gibt es früh einen Tee, später ein Frühstück, Mittagessen mit sima/ugali oder Reis, Bohnen oder Eintopf mit Gemüse und Fleisch, dazu mehrmals pro Woche ein gekochtes Ei. Die großen Kinder, die über Nacht bleiben, essen dann natürlich noch ein Abendessen bei uns. Ich habe in der letzten Woche immer in der Schule mitgegessen und es war wirklich sehr lecker und sehr gut bekömmlich.

Erster Schultag – 20 neue Kinder

Man ändert ja doch nichts?

Gestern erster Schultag. Jetzt haben wir also wieder 20 neue Kinder, die die nächsten 14 Jahre hoffentlich bei uns bleiben. Und dann mit guten Noten in ein College oder gar an die Uni wechseln. Wieder 20 neue Hoffnungen für ein Land wie Kenia, 20 Menschen, die später mal etwas bewirken.

Aber nicht nur später. In diesen 14 Jahren werden sie bereits ihre Umgebung verändern. Eltern, Großeltern, Geschwister – alle profitieren. Einmal dadurch, dass es zuhause einen Esser weniger gibt (so brutal das jetzt mal klingt), aber auch, weil diese Kinder das, was sie in der Schule erfahren, nach Hause tragen. Vom Hände waschen über – keinen Müll auf den Boden werfen, von Ordnung halten über den Wert eines Buches schätzen, von Rücksichtnahme hin zu Weltoffenheit. Und ja, auch Empfängnisverhütung und dass man nur so viele Kinder in die Welt setzt, wie man auch ernähren kann. Und dass Europa nicht das gelobte Land ist, zu dem sie aufbrechen wollen.

In meinem Alter denkt man dann schon oft – hoffentlich erlebe ich die Matura/Abitur, das College, die Uni. Und ich wünsche mir für jedes einzelne dieser Kinder Paten, die genauso denken und ihr Kind wirklich all die Jahre begleiten werden. Aber egal wie, wir alle haben hier wieder Samenkörner in die Erde gelegt.

Ich hab ja einen ganzen „Stall“ voll großer bereits, Kinder, die ich tatsächlich seit dem Kindergarten begleiten darf und die jetzt geballt und glücklicherweise doch ein kleines bisschen gestaffelt ins College und an die Uni verschwinden. Und weiter Kontakt halten.

Gestern hat sich meine Betty verabschiedet, zurück in Form 3 jetzt der Secondary, mit Boarding irgendwo bei Nairobi. Ich hab sie seit 3 Jahren nicht mehr gesehen, denn ihre Ferien sind immer dann, wenn ich nicht im Land bin. Aber sie schreibt mir gestern noch auf Whatsapp, ich solle ihr noch „letzte Worte“ mit auf den Weg geben, also irgendwelche weisen Ratschläge. Nun, ich weiß, sie braucht das nicht, aber sie meint – Mütter machen das so und es würde sie glücklich machen.
Und dann als letzten Satz: „I will make you the proudest mum in the world one day.“

Veränderung beginnt mit Bildung – in jedem Land.

Bitte helfen Sie mir helfen!

Gabriela Vonwald

Das Godoma College

Der Besuch einiger Berufsschulen und Colleges stand ganz oben auf meiner Agenda beim Besuch in Kenia. Die nachschulische Ausbildung unserer Kinder ist ein ganz wichtiger Baustein unseres Projektes und einer der Punkte, an dem wir unseren Erfolg messen möchten. Viele Hilfsprojekte beenden ihre Hilfe mit dem Schulabschluss und nicht selten werden aus den Kindern dann Tagelöhner mit Matura/Abitur. Denn Ausbildung und Studium sind in Kenia enorm teuer und Familien, die den Schulbesuch nicht stemmen könnten, schaffen schon gar keine Ausbildung für ihr Kind. Godoma ist eines der Colleges, mit dem wir sehr erfolgreich zusammenarbeiten. Bei unserem Besuch standen zuerst die Gespräche mit den Studierenden an – wie es ihnen geht, wo sie Unterstützung brauchen (Fotos 1-6).

Offiziell ist das Godoma Technical Training Institute vergleichbar mit einer sehr angewandten Fachhochschule mit Ausbildungsinstitut bei uns. Zweiter Programmpunkt für uns war ein Gespräch mit der Hochschulleitung, denn unser Wunsch ist es natürlich gute Beziehungen zu den Einrichtungen zu pflegen, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir hatten ein sehr hilfreiches, konstruktives Gespräch. Am 7. Foto von links: Mr. Nashon Kazungu, bei Gapeka (so heißen wir in Kenia) verantwortlich für alle Studenten und externen Schüler, der stellvertretende akademische Direktor von Godoma, die Mitarbeiterin des Studiensekretariats von Godoma, ich als Vertreterin von Harambee und Mr. Tsama als CEO von Gapeka.

Auf den Fotos 8-12 sind unsere Studenten und Auszubildenden in Aktion zu sehen. Godoma bietet ein sehr breites Spektrum an Ausbildungs- und Studiengängen an. Dabei vor allem auch viel praktische Arbeit.

Beeindruckend am Godoma College sind auch die Räumlichkeiten, die eine sehr schöne Lernatmosphäre bieten. Neben dem Vorlesungsgebäude (13.Foto), gibt es eine Reihe gut ausgestatteter Werkhallen, auch jeweils mit Seminarraum auf der Empore und Büros darunter (Fotos 14-22).

Cordula

Bilderbücher

Bilderbücher sind das Allergrößte und werden dann gemeinsam mit Freunden angeschaut.

Natürlich machen nur Bücher auf Englisch oder Swahili oder ohne Bilder Sinn. Danke an die Patin für die Spenden!

Danicha-Familie

Zu Besuch bei einer sehr armen Familie in Danicha, der die Harambee-Paten Gemeinschaft vor einiger Zeit im Rahmen einer Nothilfe ein Haus gebaut hat. Die Familie lebte damals mit 5 Kindern ohne Dach über dem Kopf im Freien. Bei jedem Wetter. Die Kinder waren krank, der Familie ging es gar nicht gut.

Das Haus ist eine sehr große Verbesserung, zwei der Kinder gehen durch Patenschaften jetzt regelmäßig zur Schule. Wir haben für die Kinder noch Kleidung vorbei gebracht.

Cordula

Nachmittags-Club

Wir unterstützen seit einiger Zeit auch einen Club, gegründet von einem unserer ehemaligen Lehrer, der die Kids nachmittags von der Strasse holt, Musik macht, Kunstbereiche, in erster Linie und schwerpunktmäßig aber einen Filmclub gegründet hat. Unter seiner Leitung haben drei unserer HighschoolKids diesen Film gemacht. Zur Erinnerung, unser Verein Harambee heißt in Kenia Gapeka.

Hier der link zu Youtube: Film: Gapeka_Our_Story

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