Wir suchen Harambee-Teamer!

Teaming ist eine spanische Webseite, ursprünglich gegründet, um Tierschutzprojekte zu unterstützen, jetzt aber für alle non-profit Bereiche nutzbar. Teaming funktioniert ganz im Sinne von Harambee – gemeinsam können wir die Welt verändern.

Jeder Einzelne gibt einen kleinen Teil (bei Teaming 1 Euro im Monat) – aber wenn wir viele sind, dann ist die Hilfe groß.

Es wäre toll, wenn viele von Euch Teaming-Mitglied werden, auch wenn Ihr schon regelmäßig spendet. Denn je mehr Mitglieder wir haben, desto mehr neue Teamer finden sich auch. Und vielleicht ist Teaming ja auch eine Möglichkeit, Menschen um Unterstützung zu bitten, die nicht gleich eine ganze Patenschaft geben können oder wollen. Ein Euro im Monat ist für fast jeden machbar.

Hier geht es zur Teaming-Website.

Unser Traum wäre, dass wir es schaffen, 750 Teamer zu finden und dann daraus die Monatshygiene für unsere Mädchen bestreiten zu können. Davon sind wir aber leider noch weit entfernt…

Mütter im Gefängnis

Ein ganz wichtiges Projekt, dass ein Mitarbeiter von uns privat gestartet hat und das wir jetzt unterstützen, ist die Versorgung von Müttern im Gefängnis.

Die Frauen sind aus den unterschiedlichsten Gründen in diesem Gefängnis in Mombasa, mal war es vielleicht ein Diebstahl, oft wollte aber auch nur der Ehemann die unliebsame Frau loswerden und hat ihr etwas angehängt. Egal, was der Grund ist, die Frauen brauchen Hilfe. Denn viele dieser Frauen haben im Gefängnis ein Kind bekommen, erhalten aber keinerlei Unterstützung zur Versorgung ihrer Kinder.

Wir haben ein erstes Hilfspaket geschnürt und vorbei gebracht. Wegen Covid-19 fand die Übergabe an die Wärterinnen vor dem Gefängnis statt. Die Dankbarkeit war groß. Derzeit sind einige Pakete mit Babykleidung auf dem Weg nach Kenia, davon werden wir dann auch Sachen in das Gefängnis bringen, um zumindest die schlimmsten Härten zu mildern.

Wir freuen uns über Spenden!

Neues Bürogebäude

Ein weiteres Projekt, das enorm wichtig für Harambee/Gapeka als Ganzes ist, aber natürlich nicht aus den Patenbeiträgen bezahlt werden soll, ist das neue Bürogebäude.

Warum sind die Büros so wichtig?

Für die bleibende Anerkennung unseres Partnervereins GAPEKA in Kenia ist es Voraussetzung, dass GAPEKA räumlich getrennt ist von der Schule. Bislang haben die Behörden eine Übergangsregel erlaubt, jetzt müssen wir eine andere Lösung finden.

Zudem darf während der einmonatigen Prüfungsphase am Ende des Jahres die Schule von niemandem betreten werden, außer den Schülern und den mit der Prüfung betrauten Personen. Das heißt, die gesamt GAPEKA-Verwaltung – die sich um die Schule, aber auch die Unterstützung der Familien, die externen Kinder und vieles mehr kümmert, könnte in dieser Zeit nicht vernünftig arbeiten. Es hat sich letztes Jahr gezeigt, dass das absolut untragbar ist.

Daher bauen wir jetzt zügig ein neues einfaches Bürogebäude. Es geht voran, aber uns fehlen noch weitere Mittel, um den Bau wirklich fertigstellen zu können. Auch hier würden wir uns also sehr über Unterstützung freuen!

www.harambee.at/spenden
***Cordula/Team Harambee

Corona Hunger

Der Hunger ist leider angekommen, weil alle kleinen Geschäftsleute dicht machen müssen. Aber – jetzt sieht auch die Regierung, nur abschotten ohne Nahrungssicherheit wird nicht funktionieren, wir dürfen also helfen. Endlich.

Tsama hat morgen ein Meeting mit allen in der Regierung und mit den Dorfältesten, wir müssen einfach was tun.

Wir werden natürlich einiges von dem Geld nehmen, das wir uns einsparen beim Schulessen. Aber Schulessen oder Lebensmittel liefern sind zwei Paar Schuhe.
Wer also spenden mag – bitte mit dem Betreff „Essensspende Corona“ aufs Konto bitte.
Ich danke euch.

Wann endet Hilfe

Derzeit stehen wir vor einer Herausforderung, die uns eigentlich freuen müsste, die uns aber gerade graue Haare beschert – unsere ersten Abiturienten/Maturanten in größerer Zahl werden entlassen ins Studien-Leben.

Und da gibt es jetzt so viele begeisterte junge Menschen, die sich schon ausgesucht haben, was sie so machen wollen. Pharmacy, Social Work, Krankenpflege und Physiotherapie, Marine- und Küstenmanagement, Journalismus und Massenmedien, Mathematik, Lehramt, Tourismus, Personalmanagement. Viele Bachelorstudien, Diplom, Zertifikate. Und darüber freuen wir uns so sehr.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Organisationen endet nämlich bei uns die Fürsorge nicht mit der Schule. Wenn wir nicht weiter helfen, also auch das Studium finanzieren, dann bekommen wir einfach nur Tagelöhner mit Abitur, arbeitslose gut ausgebildete Menschen. Und in Kenia bedeutet das leider – der Blick ins Ausland, Europa oder, gerade für Mädchen sehr schlimm, per Kopfgeldjäger nach Saudiarabien.

Ich hatte jetzt im Januar bei meinem Besuch ein Abendessen mit dem Unterrichtsminister von Kilifi County, also dem “Bundesland”, indem unsere Schule liegt. Er ist seit Jahren ein lieber Freund und ich hab ihn gerade heraus gefragt, was seine Meinung sei, was unsere Organisation so besonders machen würde. Die Antwort kam ohne nachzudenken. “Ihr kickt die Kinder nicht raus, wenn sie mit der Schule fertig sind, ihr ermöglicht ihnen eine Berufsausbildung. Und schon während der Schulzeit die Entwicklung von Fertigkeiten, die bisher in einem Dritte-Welt-Land einfach nie gefördert wurden, die aber in der heutigen Welt notwendig sind. Nur das ist nachhaltig.”
Ein großes Lob, eine große Verantwortung. Alle unsere Kinder haben Paten, aber das Patengeld deckt nur knapp die Schule. Ab Uni oder College wird es teurer. Nicht immer, aber bei manchen Studiengängen schon. Und so entsteht ein Loch, das wir füllen müssen.

Daher machen wir einen Topf auf, der heißt “Uni/College” und wir bitten hier um Spenden. Einmalig, regelmäßig, kleine Beträge, große Beträge, alles hilft. Man geht hier praktisch keine Verpflichtung ein, keine Verantwortung speziell für einen Menschen (das ist manchen zu viel Nähe), es sind zweckgebundene Spenden, die wir ohne Abzug ausschließlich für die Ausbildung unserer “Großen” verwenden.

Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht auch für junge Menschen ein schönes Projekt im Projekt sein könnte, einem Studenten in Kenia die Uni zu ermöglichen, ihn vielleicht später sogar mal einzuladen, Briefaustausch, Skype. Botschafter sein in beiden Welten.
Ich bin mir ganz sicher, das schaffen wir.

Gabriela Vonwald