Sandkiste

Neueröffnung der Sandkiste. Der Turm mit Haus und Rutsche ist auch fast fertig repariert. Schaukeln und Wippen werden gerade nach der Reparatur gestrichen und dann kommen überall diese Holzschnitzel, wie sie jetzt schon bei der Sandkiste liegen.

Die Kinder waren so aufgeregt und trotzdem sehr, sehr brav im Warten.

  

 

Mitarbeitervorstellung

Aus unserer neuen Serie – unsere Mitarbeiter.
Heute unsere Hausdame, Mrs. Juliet Magombe Ngala, 45 Jahre alt, alleinerziehende (seit 13 Jahren geschieden) Mutter von insgesamt 6 Kindern, die ältesten 3 schon aus dem Haus, Susan, die vierte, hat gerade Form 4 beendet und es fehlt das Geld für die weitere Ausbildung, Nancy und Amos sind in unserem Projekt.

Juliet ist sozusagen 24 Stunden auf dem Schulgelände, schläft auch hier mit ihrem Sohn Amos, nur in den Ferien geht sie nach Hause in ein kleines gemietetes Zimmer. Sie ist Ansprechperson für alle körperlichen und seelischen Wehwehchen, versorgt mit Pflaster, Kopfwehpulver, bringt ins Spital und holt von dort und ist nachts die Aufsichtsperson für die Mädchen. Außerdem hat sie die Oberaufsicht über die Küche, dass also das Essen gut und rechtzeitig für alle ausgegeben wird und der Speiseplan abwechslungsreich ist. Das ist auch ihre größte Freude, wenn sie sieht, es schmeckt allen.

Ihr Hobby ist schneidern, sie hat auch zuhause eine Nähmaschine. Und wünscht sich irgendwann ein eigenes kleines Stück Land.

Wer immer unsere Schule besucht, dass es wie von Zauberhand Wasser, Tee, Mahambris gibt, dafür sorgt sie.

Schulküche

Ein wichtiger Ort unserer gesamten Schule ist die Küche und der Speisesaal. Soll heißen – das Schulessen ist ein ganz entscheidender Teil unserer Hilfe. Wir servieren gleich früh morgens einen Tee, dann in der großen Pause einen Becher Porridge und mittags täglich ein wechselndes Essen. Abends noch für alle Halfboarding und Boarding-Kinder ein kleines Abendessen. In einem Land wie Kenia ist das eine unglaubliche Leistung. Und außerhalb der Regenzeit bekommen wir von Mombasa Cement noch dreimal pro Woche Weißbrot für alle geliefert.

Und nur, um mal so einen kleinen Überblick zu bekommen, welche Logistik dahinter steckt:

Wir brauchen jeden Monat 5.500 Eier, 624 Kilo Bohnen, 1500kg Maismehl, 200 kg Kartoffeln, fast 200 kg Tomaten 720 Orangen, 1000 Bananen 70kg Zwiebeln, 1500kg Reis und noch einiges mehr. Das sind gewaltige Mengen und das Essen macht tatsächlich 40% des Patenbeitrages allein aus. Wir kalkulieren gut, und solch ein abwechslungsreiches Essen wie bei uns gibt es in keiner Schule. Was auch Vorteile hat, wenn Maismehl mal teurer ist, gibt es mehr Kartoffeln, Gemüse, dann statt Orangen Bananen oder umgekehrt, also die haben das sehr gut im Griff.

Wir beschäftigen inzwischen 6 Köchinnen, die von unseren Hausdame Juliet überwacht werden und Charles, unseren Lagerhalter.

Alle Zutaten werden lokal gekauft, keine weiten Transportwege, teilweise sogar von unseren Eltern. Und in jedem Fall hilft es der örtlichen Community und den Händlern, die damit wieder ihre Familie ernähren.

Gesamtkosten des gesamten Programms – monatlich Euro 9.000,-

 

Mitarbeitervorstellung

Aus der Serie unsere Mitarbeiter, Alex Nyamani Mwanza, wird im August 51 Jahre alt, verheiratet, eine Tochter aus einer früheren Beziehung, 5 Buben aus der jetzigen Ehe, der jüngste in Klasse 2.

Alex hat nach der Secondary ursprünglich Landwirtschaft studiert und zwar Tierhaltung, hat lange bei einem Tierarzt gearbeitet und war dort für die Kastration von Jungbullen zuständig. Daneben hat er eine 2jährige Ausbildung als Rechtspfleger gemacht (das ist hier sowas wie zweiter Bildungsweg zum Rechtsanwalt). Durch ein Schlüsselerlebnis (er fand ein weggeworfenes Neugeborenes) hat er dann gemerkt, der Schutz von Kindern ist seine Leidenschaft. Und das lebt er und so habe ich ihn kennen gelernt, weil er dazu auch aktives Mitglied bei „Human Rights“ ist und da recht viel im County zu sagen hat. Bei uns ist er für alle Rechtsangelegenheiten zuständig, auch den Kontakt und die Vorarbeit, wenn es denn tatsächlich zu einem Anwalt oder Notar geht, er beobachtet und schützt alles, was der Organisation oder dem guten Ruf schaden könnte, vor allem aber, er vertritt die Kinderrechte. Sein jüngster Erfolg von voriger Woche, ein Vergewaltiger eines Kindes wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Weil Alex niemals loslässt, er ist wie ein Pitbull, wenn es um Gerechtigkeit geht. Also immer wenn es darum geht, Kinder rechtlich zu schützen (psychologisch haben wir stundenweise Jemanden vom Child Protection Center hier. Das ist vorgeschrieben), ist Alex da. Missbrauch in der Familie und vieles mehr.

Daneben engagiert er sich für ein von ihm ins Leben gerufenes Projekt, das sich für Kinder einsetzt, die im Gefängnis geboren wurden. Eine unglaublich tolle Sache, bin da selbst aus dem Staunen nicht heraus gekommen.

Und – er versucht in Kenia für uns Fundraising. Mombasa Cement ist auf seinem Mist gewachsen.

Schulkatze

Das hier ist unsere neue kleine Schulkatze, so ein wunderschönes Exemplar.

Mitarbeitervorstellung

Heute möchten wir euch Mr. Nahshon Charo Kazungu vorstellen.

Mr. Kazungu ist 47 Jahre alt, zum zweiten Mal verheiratet und hat aus diesen beiden Ehen 3 Kinder, die jüngste ist 10 und in Klasse 4.

Mr. Kazungu ist so ein ganz stiller, wirkt oft so, als wäre er langsam, bedächtig trifft es aber eher. Nur wenn der Hut brennt, kann er ganz schnell sein und richtig gute Entscheidungen treffen.

Seine Ausbildung kann sich auch sehen lassen – er hat den Bachelor of Arts, den Bachelor in Religionswissenschaften und ein Diplom in Englischer Literatur. Er liebt daher auch lesen, alles kreuz und quer, benutzt regelmäßig die Bibliothek und mag am liebsten Motivationsbücher.

Er lebt mit seiner Frau, die in der Organisation Komoza arbeitet, in einem kleinen selbst gebauten Steinhaus.

Und bei uns ist er zuständig für alles, wirklich alles, was unsere Kinder außerhalb der Vonwald-Schule in schulischen Belangen betrifft. Zahlungen der Schulgebühren, Treffen mit den Lehrern oder Direktoren, Beschaffung von Büchern, wenn die Kinder was brauchen, Sorgen haben – er ist die Ansprechperson. Und er hat mich jetzt auch bei allen Schulen begleitet.

Ein ganz toller Mensch

ein kleiner erfolg

Eine Geschichte von Frau Vonwald, als sie in der Schule war:

Ich schreibe aber auch total gern über die vielen, vielen kleinen Erfolge. Heute morgens war einer unserer Uni-Absolventen da, Julius Tunje. Ich hab für den jungen Mann damals privat das Studium übernommen, mein erster fertiger Student sozusagen. Er hat Agrobusiness studiert, also Landwirtschaft und Wirtschaft und möchte jetzt sein Wissen mal einige Monate ehrenamtlich bei uns einbringen. Das passt so gut, wirklich. Freue mich darüber.