Wir halten das Thema Landwirtschaft gerade in einem Dritte-Welt-Land für absolut wichtig. Menschen müssen wieder lernen, wie sie etwas anbauen, wie sie davon leben können, ganz viele haben das vergessen.
Wir haben daher als Projekt im Projekt – Ausbildung in Landwirtschaft. In unserer Schule ist es Unterrichtsfach, aber auch unsere Eltern hier sollen, wenn sie es denn wollen, lernen.
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In den letzten zwei Jahren haben wir einige Vorarbeiten geleistet, Dank einer monatlichen Spende der Gärtnerei Starkl und unserem tollen David, der sich kümmert. Wir haben ein wenig experimentiert, was eignet sich gut, welche Arbeiten, welche Kosten. Dann kam ein gut funktionierender Schulgarten und wir haben Eltern beigebracht, wie sie ebenfalls was anbauen können. Die Eltern, die sich dafür wirklich geeignet haben, wurden von uns unterstützt, vor allem durch Supervision.
Und nun haben wir eine Mama identifiziert, die sozusagen unsere Lehrfarm werden soll. Sie hat das erste Jahr erfolgreich gemeistert, erste Ernten, sehr zuverlässig. Sie selbst darf natürlich die Ernte behalten und sich damit aus der Armut arbeiten, wir wollen aber, dass unsere Agricultureklassen nicht nur Schulgarten kennenlernen, nicht nur Theorie in der Klasse, sondern dass sie vom ersten Augenblick an richtig mitarbeiten, aus diesem Projekt ein Vorzeigeprojekt zu machen. Wir starten mit Klasse 3 der Highschool, das sind 17 Kinder, die Landwirtschaft als Fach gewählt haben.
Ein ausgewähltes Feld bei dieser Familie wird nun gerodet, präpariert, bepflanzt, gedüngt usw. Wie gesagt, alle Kids von Anfang an dabei. In der Klasse machen sie dann die Kostenrechnungen, denn das gehört natürlich dazu (auch wenn David das schon getan hat).
Allerdings trägt das unser Budget und auch die Spende der Gärtnerei Starkl nicht, denn wir brauchen – auf den Monat herunter gerechnet – dafür weitere 350 Euro. Ich finanziere jetzt den ersten Monat, damit alle beginnen können.
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Und – wir brauchen dort Wasser. Die Kalkulation, Wasser hinzuleiten und auch einen Tank zu haben, wo wir Wasser speichern können, beläuft sich auf Euro 900,-
Wer kennt wen, der das übernehmen könnte? Wer kann spenden? Wie finden wir eine Lösung.


Ich komme vom Bauernhof, bin mit Tieren aufgewachsen und eigenem Gemüse im Garten. Und mein persönliches Credo ist, dass gerade ein Dritte-Welt-Land unbedingt eine funktionierende Landwirtschaft braucht. Und als ich meine Tätigkeit hier aufgenommen hatte, dachte ich mir, nichts leichter als das, ländliche Gegend, eigentlich fruchtbare Erde, warum machen das nicht alle? Warum gibt es Hunger sogar bei Hütten, die drumherum was anbauen können.
Außerdem haben wir während Covid und mit einer tollen Unterstützung aus Österreich durch die Gärtnerei Starkl einen jungen Mann angestellt, der selbst Agrarwissenschaften studiert hat und allen mal so richtig gezeigt hat, wo der Hammer hängt. Es wurde experimentiert, gepflanzt, geerntet, Saatgut selbst gezogen, viele Dinge ausprobiert und dann unseren Eltern gezeigt. Wer möchte so etwas auch. Hausbesuch, ist es möglich, was bist du bereit zu tun und dann Hilfe. Inzwischen sind hier alle komplett verrückt nach Gemüseanbau. Nicht nur immer Mais und Tomaten. Mangold, Spinat, Kohl, Chilli und was noch alles. Selbst unsere Lehrer bauen zuhause Gemüse an. Und hatten während Covid zu essen.









