Paprika-Projekt

Weiter geht es auch mit unserer Landwirtschaft – dieser Tage wurde das „Paprika-Projekt“ gestartet. Es wurde Land bei einem unserer Social Living Dörfer urbar gemacht und Paprika zur Anzucht ausgesät.

Anhand des „Paprika-Projektes“ soll interessierten Eltern unserer Schüler gezeigt werden, wie sie mit dem Anbau von Gemüse nicht nur sich selbst versorgen, sondern ihre Familien auch finanziell unterstützen können, in dem sie ein kleines Business aufbauen.

Danke an die Firma STARKL – Der starke Gärtner. für die langfristige Unterstützung unserer Landwirtschaft. Echte Hilfe zur Selbsthilfe!

Mütter im Gefängnis

Ein ganz wichtiges Projekt, dass ein Mitarbeiter von uns privat gestartet hat und das wir jetzt unterstützen, ist die Versorgung von Müttern im Gefängnis.

Die Frauen sind aus den unterschiedlichsten Gründen in diesem Gefängnis in Mombasa, mal war es vielleicht ein Diebstahl, oft wollte aber auch nur der Ehemann die unliebsame Frau loswerden und hat ihr etwas angehängt. Egal, was der Grund ist, die Frauen brauchen Hilfe. Denn viele dieser Frauen haben im Gefängnis ein Kind bekommen, erhalten aber keinerlei Unterstützung zur Versorgung ihrer Kinder.

Wir haben ein erstes Hilfspaket geschnürt und vorbei gebracht. Wegen Covid-19 fand die Übergabe an die Wärterinnen vor dem Gefängnis statt. Die Dankbarkeit war groß. Derzeit sind einige Pakete mit Babykleidung auf dem Weg nach Kenia, davon werden wir dann auch Sachen in das Gefängnis bringen, um zumindest die schlimmsten Härten zu mildern.

Wir freuen uns über Spenden!

Krankenversicherung

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Seit zwei Jahren organisieren wir für unsere Kinder im Projekt eine Krankenversicherung. Das kostet pro Kind nur 24 Euro im Jahr und deckt eine Vielzahl von ambulanten und stationären medizinischen Behandlungen ab. Wir sind sehr dankbar, dass uns viele Paten dabei unterstützen und die Krankenversicherung für Ihr Kind übernehmen. Ich stelle Euch hier mal einige Situationen vor, in denen die Krankenversicherung unglaublich hilfreich und wichtig ist.

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Das ist Moses, er leidet an Sichelzellenanämie. Moses Vater hat uns einen Brief geschrieben, in dem er beschreibt, wie schwierig das Leben mit dieser Krankheit in Kenia ist. Moses ist oft krank und benötigt medizinische Behandlung. Früher musste die Familie Schulden machen, um Moses behandeln zu lassen. Mit der Krankenversicherung ist das kein Problem mehr – eine große Erleichterung für die Familie und natürlich unglaublich wichtig für Moses, der jetzt medizinisch gut versorgt ist.

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Auch bei eher alltäglichen Beschwerden, die trotzdem eine medizinische Behandlung brauchen, greift die Krankenversicherung. Der kleine Hezron besucht unseren Kindergarten. Die Mutter war mit ihm beim Arzt, da er schmerzhafte Ausschläge hatte. Hezron wurde untersucht und hat Medikamente erhalten, alles auf Kosten der Krankenversicherung. Die Mutter war im Anschluss in der Schule vorbei gekommen, um sich für die Unterstützung durch die Krankenversicherung zu bedanken.
So günstig für 24 Euro im Jahr können wir die Krankenversicherung übrigens nur als Organisation abschließen. Eine private Krankenversicherung wäre für unsere Familien unbezahlbar.

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Ruth ist eine unserer großen Schülerinnen, die die Secondary School besuchen. Ihr Brief macht deutlich, welche Erleichterung die Krankenversicherung für unsere Kinder ist.

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Unser großes Ziel wäre es, irgendwann einmal für alle Kinder eine Krankenversicherung abschließen zu können.
Wir freuen uns daher sehr, wenn Paten Ihr Patenkind mit einer Krankenversicherung unterstützen. Da das nicht alle Paten können, sind wir auch auf zusätzliche Spenden angewiesen. Vielleicht ist das auch für diejenigen interessant, die keine ganze Patenschaft übernehmen können oder möchten. Für 24 Euro im Jahr kann man ebenfalls sehr viel Gutes tun! Dabei sind natürlich besonders regelmäßige Spenden wichtig (gerne mit einem Dauerauftrag), damit wir die Kinder nicht nach einem Jahr wieder abmelden müssen. Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!

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Cordula/Team Harambee

Komplimente

Ich muss jetzt einfach mal ein riesengroßes Kompliment machen an alle unsere Mitarbeiter in Kenia. Wenn wir es vergleichen, wie schwierig hier in unserem reichen Land mit all den Möglichkeiten es schon ist, die Schulen offen zu halten und alle Auflagen zu erfüllen, dann kann man sich vorstellen, wie das in Kenia ist. Wir haben ein 50seitiges Dokument erhalten, was alles zu beachten ist, alle sind auf den Füßen, um alles umzusetzen, nicht nur den Unterricht, sondern Toiletten, Mittagessen in verschiedenen Gruppen hintereinander, Pausen, Sport, Aktivitäten. Maximal 20 Kinder pro Klasse, ausreichend Möglichkeiten zum Händewaschen, Desinfektionslösungen, Masken. Eine unglaublich großartige Leistung und manchmal – ein ganz kleiner ketzerischer Gedanke – kommt es mir so vor, als würde es in Kenia teilweise besser funktionieren als hier bei uns.

Und das zweite riesengroße Kompliment geht an euch alle, weil ihr so schnell seid mit eurer Hilfe, weil ich immer kommen kann um zu betteln, Danke für euer Verständnis und eure unermüdliche Hilfe.
Ich bin sooooo froh, dass es jetzt bald wieder weiter geht.

Nach langer Zeit ohne Schule…

Die Gerüchte der letzten Tage werden jetzt konkreter, angeblich geht es am 19. Oktober mit der Schule wieder los. Das waren dann 7 Monate Pause. Wirklich glauben tun wir es alle erst, wenn die Regierung das endgültige Konzept am 26. September offiziell verkündet. Für die meisten Schulen ist diese Vorlaufzeit natürlich sehr kurz, alle waren jetzt auf Januar eingerichtet.

Es ist in jedem Fall eine Herausforderung, aber da wir schon seit April dran arbeiten, alle Auflagen zu erfüllen, werden wir das wohl alles hinbekommen. Wie allerdings eine öffentliche Schule mit bisher 90 bis 120 Kindern in der Klasse jetzt auf maximal 20 schrumpfen soll, können wir uns alle nicht so vorstellen.

Abschlussprüfungen sind für April geplant und man will dann in Zukunft das akademische Jahr jeweils im Juni beginnen lassen statt derzeit im Januar.
Prüfungen im April wird sicher für ganz viele Kinder in Kenia sehr, sehr hart. Die meisten hatten 7 Monate kaum irgendeinen Unterricht, 80% der Eltern haben selbst die Schule nicht fertig gemacht, Kinder sitzen einfach irgendwo herum.

Wir konnten ja seit April schon einen recht guten Fernunterricht anbieten. Nahezu alle unsere Secondary Kinder bekamen tablets und somit E-Learning, fast alle Primary Kinder haben diese kleinen Radios, insgesamt mehr als 200 Stück, in die man einen USB-Stick steckt und unsere Lehrer sprechen die Lektionen auf USB und wir tragen sie dann aus.
Außerdem machen wir ja seit Jahren regelmäßig Familienbesuche, daher war das von der Regierung gewünschte CBL, Community Based Learning, also das in die Dörfer und zu den Hütten gehen, in kleinen Gruppen dort unterrichten, nicht solch ein Problem. Sogar in die gefürchteten Slums gehen unsere Streetworker, wie Old Ferry. Man kennt uns.

Daher – hoffen wir, dass es einen geordneten Neustart schon bald gibt und die Kinder nicht ein weiteres Jahr verlieren, weil sie erst mühsam wieder ins Lernen kommen müssen und durch Prüfungen durchfallen.

Frauentag und Monatshygiene

Wir hatten hier ja oft schon das Thema Monatshygiene. Derzeit haben wir 200 Mädchen/junge Frauen in unserem Projekt, die es betrifft.

Zur Erinnerung – viele Mädchen verkaufen sich gegen eine Packung Damenbinden, einer der Gründe für ungewollte Schwangerschaften. Normalerweise bekommen die Mädchen auf Anfrage Binden von uns, wenn sie in der Schule sind. Nur jetzt sind in ganz Kenia die Schulen geschlossen.

Daher – wir haben gestern eingeladen zu einem Frauentag, Männer und Burschen durften nicht dabei sein.
Und da haben wir nicht nur Binden verteilt und Seife und Unterwäsche, wir haben auch über Menstruation gesprochen, was passiert da im Körper, über Hygiene, über Empfängnisverhütung usw.

Was die Mädchen auch noch brauchen würden – Handtücher. Steht also auf unserer Liste.
Danke an alle, die schon gespendet haben, wir werden ein monatliches Budget dafür bereit stellen, denn das ist natürlich keine einmalige Aktion, sonst wäre es sinnlos.

Viele neue Betten

Wir haben in den letzten Wochen

Dank Euch allen konnten wir kürzlich Spenden für 17 Betten und 10 Matratzen nach Kenia schicken! 27 Familien, deren Kinder nun endlich nicht mehr auf dem Boden schlafen müssen. Danke für jede einzelne Spende!

Heute wurden die ersten Betten verteilt. Für alle gab es natürlich auch Bettücher und ein Moskitonetz dazu.

Die folgenden Fotos zeigen deutlich den Unterschied von vorher und nachher. Die Kinder waren sehr glücklich.

Patenbeiträge während Corona

Wir wurden in der letzten Zeit oft gefragt, was denn jetzt mit den Patenbeiträgen passiert, wenn die Schulen in Kenia geschlossen sind. Ganz einfach – Eure Patenbeiträge werden weiter für Eure Patenkinder eingesetzt. Die Schule ist zwar räumlich geschlossen, aber wir unterrichten weiterhin alle über 800 Kinder in unserem Projekt – und zwar auch jene, die eigentlich andere Schulen besuchen.

Die Lage der Schulen in Kenia ist derzeit dramatisch – viele Schulen entlassen ihre Lehrer und das sonstige Personal, da ihnen die Schulgebühren fehlen, ganze Schulen stehen vor der dauerhaften Schließung. Und die Kinder, die jene Schulen besuchen, erhalten natürlich derzeit auch keinerlei Unterstützung.

Dank Eurer Hilfe und Eurer Patenbeiträge können wir es anders machen. Alle unsere 67 Angestellten sind weiter bei uns und erhalten ihr Gehalt, mit dem sie ihre Familien ernähren können. Sie sind dafür unglaublich dankbar. Und alle haben eine sinnvolle und wichtige Aufgabe in dieser schweren Zeit.

Unsere 33 Lehrer unterrichten alle unsere Schüler im Fernunterricht mit Radiolektionen und schriftlichen Aufgaben.
Unsere 13 GärtnerInnen und Köchinnen versorgen die Mitarbeiter und kümmern sich um unser Landwirtschaftsprojekt, das gerade jetzt so wichtig ist, damit die Familien die Möglichkeit bekommen, sich auch selbst zu versorgen.
Unser Fahrer Mr. Tinga fährt unser Team zu den Familien, damit wir schauen können, dass es allen gut geht.
Und unser Verwaltungsteam mit insgesamt 14 MitarbeiterInnen sorgt dafür, dass alle Projekte schnell und effektiv umgesetzt werden – es werden Familien besucht, der Unterricht organisiert, Essensverteilungen durchgeführt, individuelle Hilfen für Familien gegeben.

Wir sind unglaublich froh und stolz, ein solch großartiges Team vor Ort zu haben. Und wir sind dankbar, dass wir es ihnen dank Eurer Hilfe ermöglichen können, ihre so wichtige Arbeit auch jetzt weiterhin zu tun! DANKE!

*Cordula/Team Harambee

Neues Bürogebäude

Ein weiteres Projekt, das enorm wichtig für Harambee/Gapeka als Ganzes ist, aber natürlich nicht aus den Patenbeiträgen bezahlt werden soll, ist das neue Bürogebäude.

Warum sind die Büros so wichtig?

Für die bleibende Anerkennung unseres Partnervereins GAPEKA in Kenia ist es Voraussetzung, dass GAPEKA räumlich getrennt ist von der Schule. Bislang haben die Behörden eine Übergangsregel erlaubt, jetzt müssen wir eine andere Lösung finden.

Zudem darf während der einmonatigen Prüfungsphase am Ende des Jahres die Schule von niemandem betreten werden, außer den Schülern und den mit der Prüfung betrauten Personen. Das heißt, die gesamt GAPEKA-Verwaltung – die sich um die Schule, aber auch die Unterstützung der Familien, die externen Kinder und vieles mehr kümmert, könnte in dieser Zeit nicht vernünftig arbeiten. Es hat sich letztes Jahr gezeigt, dass das absolut untragbar ist.

Daher bauen wir jetzt zügig ein neues einfaches Bürogebäude. Es geht voran, aber uns fehlen noch weitere Mittel, um den Bau wirklich fertigstellen zu können. Auch hier würden wir uns also sehr über Unterstützung freuen!

www.harambee.at/spenden
***Cordula/Team Harambee

Erste Ernte

Und die erste Ernte – Mchicha, Blattamaranth – konnte auch schon eingesammelt werden. Daraus wird leckeres Gemüse gekocht – Mchicha verwendet man wie Kohl oder Spinat – es ist lecker und sehr nährstoffreich.

***Cordula/Team Harambee

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