Girls Day und Alte Künste – Ancient Arts

Wir haben wieder eine tolle Spende von Alte Künste für unsere Mädchen erhalten. Margit hat Wolle gefärbt zugunsten von Harambee und aus dem Erlös der Charity-Färbung fließen Spenden in Menstruations- und Hygieneprodukte für Mädchen an unserer Schule. Dieses Jahr wurden insgesamt schon 748 Euro von Alte Künste – Ancient Arts und den Stricker*innen gespendet! So eine wichtige Unterstützung! Vielen Dank dafür!

Alte Künste – Ancient Arts

Auf unserem Girls Day am Montag, der gemeinsam mit dem 15. Harambee-Geburtstag gefeiert wurde, wurden natürlich auch wieder Binden und Seife an die Mädchen verteilt.

STEM

Unsere Schule wurde von der Organisation „Ashrafu STEM & Mentorship Program“ als Pilotprojekt ausgewählt. 20 Mädchen aus der Highschool lernen im Dezember programmieren. Das wird dann natürlich mit Buben fortgesetzt, aber zuerst sind bewusst die Mädchen dran, die sich ja selten für Science und IT interessieren. Ziel ist es, Mädchen von den immer gleichen klassischen Berufen ein wenig weg zu bringen.

Ab 2023 müssen sich Highschools ja spezialisieren, entweder STEM, Social oder Sports. Wir haben uns für STEM entschieden, heißt Science, Technology, Engineering and Maths.

Renovierte Schulküche

Mal ein Einblick in unsere renovierte Schulküche. Für kenianische Verhältnisse eine 5-Stern-Küche, auf die wir sehr stolz sind. Es werden dort jeden Tag 600 Kinder von unseren Köchinnen bekocht.

Ökologisches Bewusstsein

Unsere Schule arbeitet übrigens inzwischen komplett mit Solarstrom.
Und wir haben angefangen, Nutzwasser zu recyceln, Müll zu trennen und Plastik so weit es geht zu verbannen.
Und in Kürze werden wir 200 neue Bäume pflanzen.

Noch ein weiter Weg, aber das Bewusstsein dafür wächst.

Mentoring Programm

Gestern hat ein erstes Online Coaching unserer Secondary Kinder im Rahmen eines Mentoring Programm stattgefunden. Die Schule arbeitet dafür mit einer weiteren kenianischen NGO, die Bildungsprogramme für junge Menschen in verschiedenen Bereichen anbietet – Gesundheit, Umweltschutz, Gemeinwesen.

Derzeit finden die Seminare online statt und neben den Schülern haben auch einige Mitarbeiter teilgenommen. Es war wohl sehr gut und lehrreich und am Ende gab es Erfrischungen für alle. Die Reihe wird zukünftig fortgesetzt und unsere Schüler werden sich dann auch selbst einbringen und als Mentoren engagieren.

Schulessen ist das Größte

Mit dem Schulbeginn für alle eng verknüpft – endlich mal satt essen. Man sieht einigen Kindern an, dass es sie überwältigt.

Dazu noch ein Bericht von Cordula vom 19. Juli 2021:

Essen in der Schule ist das Größte für unsere Kinder und ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Arbeit vor Ort. Zu Hause bekommen die Kinder oft nur eine Mahlzeit am Tag und oft nur Maisbrei, sima oder ugali genannt. Bei uns gibt es früh einen Tee, später ein Frühstück, Mittagessen mit sima/ugali oder Reis, Bohnen oder Eintopf mit Gemüse und Fleisch, dazu mehrmals pro Woche ein gekochtes Ei. Die großen Kinder, die über Nacht bleiben, essen dann natürlich noch ein Abendessen bei uns. Ich habe in der letzten Woche immer in der Schule mitgegessen und es war wirklich sehr lecker und sehr gut bekömmlich.

Erster Schultag – 20 neue Kinder

Man ändert ja doch nichts?

Gestern erster Schultag. Jetzt haben wir also wieder 20 neue Kinder, die die nächsten 14 Jahre hoffentlich bei uns bleiben. Und dann mit guten Noten in ein College oder gar an die Uni wechseln. Wieder 20 neue Hoffnungen für ein Land wie Kenia, 20 Menschen, die später mal etwas bewirken.

Aber nicht nur später. In diesen 14 Jahren werden sie bereits ihre Umgebung verändern. Eltern, Großeltern, Geschwister – alle profitieren. Einmal dadurch, dass es zuhause einen Esser weniger gibt (so brutal das jetzt mal klingt), aber auch, weil diese Kinder das, was sie in der Schule erfahren, nach Hause tragen. Vom Hände waschen über – keinen Müll auf den Boden werfen, von Ordnung halten über den Wert eines Buches schätzen, von Rücksichtnahme hin zu Weltoffenheit. Und ja, auch Empfängnisverhütung und dass man nur so viele Kinder in die Welt setzt, wie man auch ernähren kann. Und dass Europa nicht das gelobte Land ist, zu dem sie aufbrechen wollen.

In meinem Alter denkt man dann schon oft – hoffentlich erlebe ich die Matura/Abitur, das College, die Uni. Und ich wünsche mir für jedes einzelne dieser Kinder Paten, die genauso denken und ihr Kind wirklich all die Jahre begleiten werden. Aber egal wie, wir alle haben hier wieder Samenkörner in die Erde gelegt.

Ich hab ja einen ganzen „Stall“ voll großer bereits, Kinder, die ich tatsächlich seit dem Kindergarten begleiten darf und die jetzt geballt und glücklicherweise doch ein kleines bisschen gestaffelt ins College und an die Uni verschwinden. Und weiter Kontakt halten.

Gestern hat sich meine Betty verabschiedet, zurück in Form 3 jetzt der Secondary, mit Boarding irgendwo bei Nairobi. Ich hab sie seit 3 Jahren nicht mehr gesehen, denn ihre Ferien sind immer dann, wenn ich nicht im Land bin. Aber sie schreibt mir gestern noch auf Whatsapp, ich solle ihr noch „letzte Worte“ mit auf den Weg geben, also irgendwelche weisen Ratschläge. Nun, ich weiß, sie braucht das nicht, aber sie meint – Mütter machen das so und es würde sie glücklich machen.
Und dann als letzten Satz: „I will make you the proudest mum in the world one day.“

Veränderung beginnt mit Bildung – in jedem Land.

Bitte helfen Sie mir helfen!

Gabriela Vonwald

Das Godoma College

Der Besuch einiger Berufsschulen und Colleges stand ganz oben auf meiner Agenda beim Besuch in Kenia. Die nachschulische Ausbildung unserer Kinder ist ein ganz wichtiger Baustein unseres Projektes und einer der Punkte, an dem wir unseren Erfolg messen möchten. Viele Hilfsprojekte beenden ihre Hilfe mit dem Schulabschluss und nicht selten werden aus den Kindern dann Tagelöhner mit Matura/Abitur. Denn Ausbildung und Studium sind in Kenia enorm teuer und Familien, die den Schulbesuch nicht stemmen könnten, schaffen schon gar keine Ausbildung für ihr Kind. Godoma ist eines der Colleges, mit dem wir sehr erfolgreich zusammenarbeiten. Bei unserem Besuch standen zuerst die Gespräche mit den Studierenden an – wie es ihnen geht, wo sie Unterstützung brauchen (Fotos 1-6).

Offiziell ist das Godoma Technical Training Institute vergleichbar mit einer sehr angewandten Fachhochschule mit Ausbildungsinstitut bei uns. Zweiter Programmpunkt für uns war ein Gespräch mit der Hochschulleitung, denn unser Wunsch ist es natürlich gute Beziehungen zu den Einrichtungen zu pflegen, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir hatten ein sehr hilfreiches, konstruktives Gespräch. Am 7. Foto von links: Mr. Nashon Kazungu, bei Gapeka (so heißen wir in Kenia) verantwortlich für alle Studenten und externen Schüler, der stellvertretende akademische Direktor von Godoma, die Mitarbeiterin des Studiensekretariats von Godoma, ich als Vertreterin von Harambee und Mr. Tsama als CEO von Gapeka.

Auf den Fotos 8-12 sind unsere Studenten und Auszubildenden in Aktion zu sehen. Godoma bietet ein sehr breites Spektrum an Ausbildungs- und Studiengängen an. Dabei vor allem auch viel praktische Arbeit.

Beeindruckend am Godoma College sind auch die Räumlichkeiten, die eine sehr schöne Lernatmosphäre bieten. Neben dem Vorlesungsgebäude (13.Foto), gibt es eine Reihe gut ausgestatteter Werkhallen, auch jeweils mit Seminarraum auf der Empore und Büros darunter (Fotos 14-22).

Cordula

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